Posts Tagged ‘Frankfurt’

LEITSYSTEM FRANKFURTER FLUGHAFEN
WARUM?

Samstag, Januar 8th, 2011

Achtung Geek-Artikel, wenn auch nur ein kleiner: warum lassen sich bei einem derart großen Design-Projekt wie bei dem Leitsystem für den Fraport so viele Mängel entdecken? Das beginnt im Grundkonzept, dass die Gates aber auch die Check-in Bereiche beide mit A, B, C, D… hierarchisiert sind, was so zwangsläufig Verwirrung stiftet, und setzt sich im Detail fort.

Schaut man auf die Elemente auf dem Schild oben, stellen sich mir mindestens 4 Fragen:
1) Warum wurden die Elemente platt auf das Schild geklatscht anstatt sie mit Abständen differenzierter in ihrer Zugehörigkeit zu setzen, was die Aufnahme leichter machen würde?
2) Warum wurde das Flugzeugpiktogramm in das Quadrat gequetscht? Mehr Abstand schadet auch hier nicht.
3) Warum ist das Wort “Gates” so hastig gesetzt, dass der Abstand zwischen a und t zu groß gerät – Ga tes.
4) Warum wurde bei der 1–4 ein Trennstrich anstelle vom Halbgeviertstrich benutzt und einmal mehr mit den ungleichen Zwischenräumen jongliert?

Die Kritik mag ja äußerst kleinlich erscheinen, doch bei einem Projekt dieser Größe wünscht man sich mehr Auge fürs Detail.

DIGITALISM
RGB LOVE

Samstag, März 8th, 2008

Uns hat es dann gestern schon wieder in den Cocoon Club nach Frankfurt verschlagen. Digitalism hat gerufen und (fast) alle kamen. Das Haus war auf jeden Fall gut mit Elektro-, Rock- und sonstigen Jüngern gefüllt. So eine Show bekam ich seit Monaten, eher schon Jahren nicht mehr zu sehen. Die Jungs haben dort Geschütze aufgefahren, die man so nicht erwartet hat. Eine treibende Lichtshow, Live-Gesang und -Percussion und natürlich die ganzen Feger von ihrem genialen Album “Idealism”. Chapeau!

OLÉ UND ÖTZ
BOYS JUST WANNA HAVE FUN

Sonntag, Februar 24th, 2008

Dieses Wochenende war wohl das Sahnehäubchen auf die letzten Tage. Zusammen mit ein paar Freunden gings nach Frankfurt Fussi schauen. Das Stadium enttäuschte zwar architektonisch von außen, innen aber ist die Stimmung phänomenal. 51.000 Zuschauer trugen dazu bei, dass der Kick Frankfurt – Bremen bei Kaiserwetter eine intensive Atmosphäre bekam. Genügend Fußballassis saßen um uns herum (”Hau ihn weg!”) wie auch interessanterweise viele Vater-Sohn-Gespanne. Da hat sich also in den letzten 15 Jahren nicht viel verändert.

Nach dem Spiel mussten wir einige Stunden totschlagen, bis wir in den Cocoon Club konnten. Das war aber nicht weiter schwer. Nachdem wir uns in einer Nobeldönerbude den Wanst vollgehauen haben und ich ein Ayran-Trauma erlebte, zogen wir durch ein paar Straßen des Rotlichtmilieus. Eine ziemlich ungemütliche, suspekte Gegend in direkter Nachbarschaft zu den Hochhäusern der Banken.

Umso (überraschend) einladender war dann der Club. Bestimmt 2 Jahre haben wir gebraucht, bis wir es nun endlich mal dorthin geschafft haben. Ein guter Vorsatz, wie sich zeigte! Ein Soundsystem, das die Ohren küsste, Lichtinstallationen, die die Augen streichelten und eine sehr, sehr ausgelassene, mitreissende Stimmung. Dass ich mir dann bei Digitalisms “Zdarlight” meine ohnehin schon lädierte Schulter komplett zerrte, nahm ich dann gerne hin. Spaß kennt kein Pardon.

GRAFIKHERBST 2
GRAPHIC AUTUMN 2

Sonntag, Oktober 21st, 2007

Frankfurter Buchmesse 2007

Wieder im Viererpack ging es kurz darauf nach Frankfurt zur Buchmesse. Da ich letztes Jahr dort war und ziemlich viel Zeit in Messehallen vergeudet haben, in denen es Reiseführer von Ländern gibt, die es gar nicht gibt, entschieden wir dieses Mal sofort in die Design-/Kunstbücher-Halle zu pilgern. Und sogar dafür war die Zeit zu knapp. Unglaublich, was meine Augen dort alles verarbeiten mussten. Viel Schund, aber erfreulicherweise umso mehr Freud!

Vor allem die Ausstellung der best gestaltesten Bücher tat es uns an. Das gestalterische Niveau ist mittlerweile auf einem guten Level, wie ich finde. Es war interessant unter den Ländern zu vergleichen. China glänzte sprichwörtlich mal wieder mit Papierklotzerei, Skandinavien mit sachlichen Minimalismus und die Niederlande + Schweiz (wie erwartet) mit einfach gutem Design, das sich durch mehr auszeichnet als nur sauber gesetzte Typo. Dazu gabs noch eine Podiumsdiskussion mit u.a. Fons Hickmann und Friedrich Forssmann mit dem grandiosen, englisch gequälten Titel “typo tomorrow”. Dennoch sehr interessant, zumal es mehr um generelle Gestaltungsauffassungen ging als nur um Schrift.

Ein Highlight waren auch dieses Mal wieder die kleinen Ministände, die gerne von ostasiatischen Verlagen angemietet werden – in Schuhkartongröße gepresst und mit maximal 5 verschiedenen Büchern (z.B. Type Addicted/Victionary) ausgestattet sind, die aber durchweg top sind!

Bedenklich war die riesige Druck-Bind-Schneid-Maschine, die knapp 300.000 € kostet und das neue slanted-Magazin live vor Ort nach einigen Startschwierigkeiten rausgepfeffert hat. Vom Druckbefehl bis zum ersten Durchblättern dauert das dann zwischen 1 und 2 Minuten. Für Studenten nicht schlecht, für Buchbinder u.ä. Berufe sicherlich erschreckend. Will nächstes Jahr auf jeden Fall wieder hin. So eine Reizüberflutung erlebt man nicht oft!

Next stop of our October odyssey was the Frankfurt Book Fair. We didn’t want to waste any time in other halls than those exhibiting design and art books. It was really really impressive and actually quite hard to handle so much visual input. However we struggled through the huge hall and its corridors to reach the corner where the “best designed books” have been presented.

Once again a wonderful selection of various books from different nations. Of course there are many books they should have rather used as fuel or to construct a paper skyscraper. Nevertheless it’s astonishing to see that amount of well designed books. Especially Switzerland and the Netherlands didn’t disappoint me, neither did Scandinavia. China still seems to define books first of all via the paper as an eyecatcher.

Furthermore we listened to a panel discussion about so-called trends in typography. Fons Hickmann and Friedrich Forssmann didn’t seem to become best friends. They don’t need to anyway – I am glad German design is not only associated with one single way to design. Afterwards we moved on to some tiny stands where far Eastern publishers showed their 5 books (at most) in a shoebox atmosphere. But they were all great!

Unfortunately I was totally broke by the end of the day. So I wasn’t able to afford my favourite books I discovered there. “Type addicted” published by Victionary and “De Best Verzorgde Boeken” (best Dutch book design). If you stumple accross those or if you want to make a donation to enable me access to these books…let me know =)

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